Erhard Batzdorf

residential tower # 2

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ebatzdorf@gmx.de

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Canon EOS 5D Mark II, EF17-40mm f/4L USM, 20mm, 1/250s, f/7,1, ISO 200, no flash, no tripod, UV-filter

Das Bild

Nimwegen, auf holländisch Nijmegen, ist eine Hansestadt mit ca. 170.000 Einwohnern . Sie liegt in der Provinz Gelderland an der Grenze zu Deutschland, genauer dem Niederrhein.

Für mich sind es bequeme 90 Kilometer zu fahren, um in der Hansestadt Nijmegen zu fotografieren.

Sie bezeichnet sich selbst als älteste Stadt der Niederlande.

Mich interessiert in erster Linie die moderne Architektur, davon hat Nimwegen eine Menge zu bieten: De Oversteek Brücke, im Anschluss ein ultramodernes Wohngebiet, der moderne Schulkomplex ROC, überhaupt bietet die Radboud Universität eine Vielzahl neuer und interessanter Gebäude. Nicht zu vergessen die Photovoltaikskulptur „Solarbaum“.

Vor allem der Residential Tower! Als ich ein Bild im Internet gesehen hatte, habe ich sofort Recherchen angestellt!

Das Rotterdamer Architekturbüro 24H hat hier den Residential Tower geschaffen, der 2012 eingeweiht wurde.

Es ist die neue weithin sichtbare Krone des Stadtviertels Hatert, im Süden von Nijmegen. Dort wurden in den 1950er und 1960er Jahren endlose Häuserreihen gebaut und in den letzten Jahren entwickelte sich das Viertel zu einem Problemviertel. Seit 2007 bemühte sich die Stadt, die Wohnqualität zu verbessern. Ein entscheidender Teil dieser Revitalisierungspläne ist das Hinzufügen von verschiedenen hochwertigen Neubauten in diesen Stadtbezirk.

Residential Tower

Ein charakteristisches Detail dieser Wohnskulptur, die aus allen vier Himmelsrichtungen sichtbar ist, sind die weit in den Luftraum vorstehenden Balkone, die von den Ecken des Gebäudes in einer unregelmäßigen Weise wie Schubladen mit abgerundeten Kanten hervorstehen. Die verschiedenen Größen und Formen der einzelnen freien Flächen stellt sicher, dass keiner der Balkone völlig im Schatten ist.

Laut den Entwicklern des Architekturbüros 24H wurden sie bei der Suche nach Material für die Balkongeländer von perforierten Blättern inspiriert. Diese dynamische Optik wird noch durch die visuelle Verlängerung der Geländer in Form von weißen Streifen entlang der übrigen Fassade betont. Zusammen mit den holzverkleideten Deckschichten aus dem oberen Teil der jeweiligen Etagen haben die Architekten eine elegante horizontale Segmentierung der Gebäudeoberfläche erreicht. Somit wird der schön luftige Gesamteindruck des neuen Gebäudes betont.

Der Tower ist, wie anfangs schon gesagt, die Krone des Viertels und die Bewohner identifizieren sich mit ihm.

THE IDEA

Für mich war sofort klar, dass ich dieses Objekt in Schwarz-Weiss darstellen musste, zudem sollte die Sonne scheinen, damit sich die Fassadenteile konturenstark abbilden lassen!

REALISATION

Der Tag war da und in einer Stunde war ich am Tower. Das Licht war optimal. Später Nachmittag, Sonnenschein und die hellen Balkonreihen wurden wunderbar ausgeleuchtet.

Ich habe das Gebäude zweimal in verschiedenen Abständen umrundet. Beim ersten Durchgang habe ich mein Architekturobjektiv Canon TS-E 24 mm f3.5L II benutzt, ich schätze die hohe Auflösung und die Flexibilität des Objektivs. Schnell ich klar, dass eine steile Perspektive eine klare und eindrucksvolle Darstellung zulässt.

Den zweiten Durchgang habe ich mit dem Canon EF 17-40mm f/4L USM fotografiert. Ein zuverlässiges Objektiv, die Qualität lässt sich mit der automatischen Objektivkorrektur noch verbessern.

Am Ende habe ich mich für ein Eckenbild entschieden mit steiler Perspektive.

Hier das unbearbeitete Original.

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POST-PROCESSING

  1. Bei der Nachbearbeitung mit Photoshop CC habe ich die Ebene dupliziert und mit dem NIK-Filter, Silver Efex Pro 2 in Schwarz-Weiß umgewandelt.

Ziel der Bearbeitung war die Abdunklung der Holzflächen, sie sollten in den Hintergrund treten, und die Hervorhebung der für dieses Gebäude so typischen Balkongeländer (weißen Flächen).

In der globalen Anpassung habe ich die Helligkeit leicht abgesenkt (- 5%), den Kontrast erhöht (19%) und die Struktur deutlich erhöht (33%), um die Perforierung der Geländers hervorzuheben.

  1. Das Bild gefiel mir noch nicht. Der hellgraue Himmel lässt die Strukturen des Hauses noch nicht richtig zur Geltung kommen.

Als Lösung habe ich in der 200%-Ansicht mit dem Polygon-Lasso-Werkzeug das Haus freigestellt und die Markierung als Alpha-Kanal abgespeichert.

Zwischenergebnis des bearbeiteten Hauses

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  1. Der Himmel wurde nachgedunkelt mit Tonwertkorrektur, die Tiefen habe ich um 50 Punkte angehoben und mit dem weichen Pinsel, schwarz, 2000 Pixel, Deckkraft 50% den Himmel nachbearbeitet.
  1. Akzente habe ich mit dem weichen Pinsel, weiß, ca. 500 Pixel, Deckkraft 6%, gesetzt.
  1. Finale Bearbeitung durch Nachschärfung mit unscharf maskieren. Die Werte habe ich nach Sicht eingestellt, ungefähr Stärke 50%, Radius 1,0 Pixel und Schwellenwert 1 Stufe.

Hinweise

Eine gute Planung und eine klare Vorstellung erleichtern die Arbeit und sind Voraussetzungen für ein gelungenes Bild. Ohne die Umsetzung in kontraststarkes Schwarz-Weiss-Bild wäre die Besonderheit des luftigen unregelmäßigen Balkons nicht herausgekommen.

Achtet auf gute Aufnahmequalität, maximal 200 ISO bei der Architekturfotografie. Es kommt auf die beste Darstellung der Details an.

Lasst euch Zeit. Nicht immer ist die erste Serie auch erfolgreich. So auch hier. Erst die Benutzung einer geringeren Brennweite ließ einen steileren Blickwinkel zu.

Das Licht war direkt optimal. Der direkte Sonnenschein ließ die so typischen Strukturen noch deutlicher werden.

Ich hatte meinen Spaß und der Lohn ist das etwas andere Bild vom Residential Tower.

Biografie

Geboren 1952 in Krefeld, Deutschland. Heute lebe ich als Rentner in Grefrath, ein Ort in der Nähe von Krefeld. Seit meiner Jugend beschäftige ich mich mit der Fotografie. Ein kleines Fotostudio hatte ich seit 1975 und zahlreiche kleine Auftragsarbeiten.

Fotografie ist mein wichtigstes Hobby, das ich aktiv und gerne betreibe. Am liebsten mit anderen, denn der Austausch und das soziale Miteinander sind für mich sehr wichtig.

Seit vielen Jahren nehme ich an Gruppenausstellungen, Verkaufsausstellungen und Fotowettbewerben teil, herausragend sicherlich die BIERRENTE AUF LEBENSZEIT, ein gewonnener Kreativwettbewerb der Krefelder Brauerei KÖNIGSHOF.

Seit 2010 biete ich meine Fotos auf dem Internet-Kunstmarkt an. International werden sie ab 2012 angeboten.

Erhard Batzdorf

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